Bürger- und Verkehrsverein Essen-Frintrop 1922 e.V.
Bürger- und Verkehrsverein Essen-Frintrop 1922 e.V.

Volkstrauertag

Alle zwei Jahre (in den Jahren mit gerader Endzahl) ist der Bürger- und Verkehrsverein Frintrop abwechselnd mit dem VdK-Verband der Kriegsopfer Ausrichter der Gedenkfeierlichkeit zum Volkstrauertag am Frintroper Mahnmal.

Die Ausrichtung der Gedenkfeiern zum Volkstrauertag begann 1952 durch den Bürger- und Verkehrsverein Essen-Frintrop zusammen mit Ortsvereinen zunächst in Oberfrintrop am Gedenkstein westlich der St.-Josef-Kirche.

Kranzniederlegung zum Volkstrauertag 2025

Frintrop, 16. November 2025

 

Seit 1952 werden Gedenkfeiern zum Volkstrauertag in Frintrop ausgerichtet. Seit 1975 findet diese Veranstaltung am Mahnmal in Unterfrintrop und seit 2008 an seinem jetzigen Standort an der eigens geschaffenen Stätte am Leoplatz statt.

Der Sozialverband VdK Deutschland und der BVV laden seit jeher prominente Vertreterinnen und Vertreter des öffentlichen Lebens ein, mahnende Worte am Mahnkreuz an die anwesende Bevölkerung zu richten.

 

In diesem Jahr war der Sozialverband Ausrichter. Trotz des leichten Regens am vergangenen Sonntag (16. November) hatten sich einige Gäste eingefunden und folgten der feierlich angelegten Veranstaltung und den Worten der Vortragenden.

Zahlreiche Vereine hatten Ehren- und Fahnenabordnungen entsandt. Für die sorgsam musikalische Umrahmung sorgte der Bläserkreis Essen-Dellwig.
Mandatsträger und -trägerinnen aus Rat und Bezirksvertretung, Bezirksbürgermeisterin Margarete Roderig sowie zahlreiche Vorstandsmitglieder der umliegenden Vereine waren ebenso vertreten.

 

Ursula Schwark, stellvertretende Vorsitzende des VdK Kreisverbandes Rhein-Ruhr, begrüßte die Anwesenden und führte weiter aus: "Der Volkstrauertag ist ein Tag des Gedenkens, der Mahnung – und ein Tag der Hoffnung. Er ruft uns auf, die Vergangenheit nicht zu vergessen und die Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen." Und weiter: „Wir denken an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertrieben und Flüchtlinge ihr Leben verloren. Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde. Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten. Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten, Polizistinnen und Polizisten und andere Einsatzkräfte, die im Einsatz für unser Land ihr Leben verloren. Wir gedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt Opfer geworden sind.
Wir gedenken der Opfer von Terrorismus und Extremismus, Antisemitismus und Rassismus in unserem Land. Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten, und teilen ihren Schmerz.

Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“ „Achte das Leben“ – diese schlichten Worte stehen am Mahnmal neben uns. Sie geben uns jedes Jahr neu Orientierung.

 

Die Gedenkansprache hielt Dieter Borchert, Vorsitzende des Kreisverbandes. "Seit über 100 Jahren erinnert der Volkstrauertag an die Toten der beiden Weltkriege, an die Gefallenen, Vermissten, an die Opfer von Gewaltherrschaft, Vertreibung und Diktatur. Doch er erinnert uns auch daran, dass Frieden und Menschlichkeit keine Selbstverständlichkeit sind. [...] Der Sozialverband VdK ist in dieser Erinnerung tief verwurzelt. Unsere Wurzeln reichen zurück in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals schlossen sich Kriegsversehrte, Hinterbliebene und Opfer des Krieges zusammen, um füreinander einzustehen – für Hilfe, für Anerkennung, für Würde.

Diese Solidarität war der Anfang unseres Verbandes. Der VdK ist also selbst ein Kind jener Zeit, aus der das Gedenken am Volkstrauertag erwuchs.
Wir tragen diese Geschichte weiter – nicht aus Nostalgie, sondern aus Verantwortung." [...] 
"Wir leben in einer Zeit, in der Geschichte wieder gefährlich nahekommt. Die Generation der Zeitzeugen wird kleiner – aber ihre Geschichten dürfen nicht verstummen.

Es liegt an uns, diese Erinnerungen wachzuhalten. Nicht als Pflicht, sondern als Ausdruck unserer Menschlichkeit. Der Volkstrauertag ruft uns auf:

- Nie wieder Krieg.
- Nie wieder Diktatur.
- Nie wieder Gleichgültigkeit.

Lassen Sie uns also nicht nur trauern, sondern handeln. Lassen Sie uns gemeinsam eintreten für eine Gesellschaft, in der Frieden, Respekt und Solidarität gelebt werden – Tag für Tag."

Auf dem Foto (©2025 – Rainer W. Seck) von links: Manfred Funke-Kaiser (Bürger- und Verkehrsverein Essen-Frintrop), Bezirksbürgermeisterin Margarete Roderig, Ursula Schwark (Sozialverband VdK) und Dieter Borchert (Vorsitzender VdK Kreisverband Rhein-Ruhr).

Die Gedenkstätte am Leoplatz ist mit Unterstützung der St. Josef-Kirche, der Trimet AG sowie weiterer Helfer entstanden und seither fester Bestandteil dieser Gedenkfeier.

Seit der Einweihung im Jahr 2008 haben bedeutende Persönlichkeiten des öffentlichen politischen Lebens Gedenkreden gehalten.

Redner/Innen der vergangenen Jahre:

  • 2024: Astrid Timmermann-Fechter, Mitglied des Deutschen Bundestages, CDU
  • 2023: Rudolf Jelinek, 2. Bürgermeister der Stadt Essen und Sebastian Fiedler, Mitglied des Deutschen Bundestages, beide SPD
  • 2022: Peter Renzel, Oberstadtdirektor der Stadt Essen
  • 2021: Margarete Roderig, Bezirksbürgermeisterin, CDU
  • 2020: Stadtdirektor Peter Renzel war als Gastredner vorgesehen. Die Veranstaltung musste aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.
  • 2019: Rudolf Jelinek, 1. Bürgermeister der Stadt Essen
  • 2018: Frank Richter, Polizeipräsident für Essen und Mülheim/Ruhr
  • 2017: Fritz Pahlke, evangelischer Pfarrer für Frintrop, Dellwig, Gerschede
  • 2016: Jens Geier, Mitglied des Europäischen Parlaments, SPD
  • 2015: Oberbürgermeister Thomas Kufen, CDU
  • 2014: Regina Hallmann, Mitglied des Rates der Stadt Essen, CDU
  • 2013: Arno Klare, Mitglied des Bundestages, SPD
  • 2012: Thomas Kufen, Mitglied des Landtages des Landes Nordrhein-Westfalen, Mitglied des Rates der Stadt Essen und Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion
  • 2011: Thomas Kutschaty, Mitglied des Landtages, SPD
  • 2010: Rainer Marschan, Mitglied des Rates der Stadt Essen und Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion
  • 2009: Herbert Schlotmann, Vorsitzender des Bürger- und Verkehrsvereins Essen-Frintrop
  • 2008: Andreas Schmidt, Mitglied des Bundestages, CDU
Achte das Leben!
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Schnell informiert:

jeden Mittwoch

von 10 bis 18 Uhr
Markt an der St. Josef-Kirche

jeden Dienstag

ab 11 Uhr
„Willst Du mit mir gehen?“ - halb- bis einstündiger Spaziergang durch den Stadtteil für Senioren. Treffpunkt: Pfarrheim St. Josef, Schlenterstraße

jeden Mittwoch

ab 11 Uhr
„Willst Du mit mir gehen?“ - halb- bis einstündiger Spaziergang durch den Stadtteil für Senioren. Treffpunkt: Papst Leo-Haus, Unterstraße 93

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